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Medikamente richtig entsorgen

 

© andranik123 AdobeStock 515122481

Medikamente sind nur begrenzt haltbar – darüber gibt die Verpackung bereitwillig Auskunft. Bis zu welchem Zeitpunkt die Arzneimittel eingesetzt werden können, sagt uns das Verwendungsdatum. Voraussetzung dafür, dass Medikamente ihr maximales Lebensalter erreichen, ist die „artgerechte Haltung“, die richtige Lagerung; die meisten fühlen sich in einer kühlen, dunklen und trockenen Unterkunft wohl, manche verlangen sogar nach einem Plätzchen im Kühlschrank. Auch diese Infos sind auf der Verpackung oder dem Beipackzettel ersichtlich. Deshalb bitte grundsätzlich beides mit aufbewahren.
Das Anbruchsdatum auf der Umverpackung zu notieren, hilft beim Aussortieren, so sind beispielsweise Augentropfen nach Anbruch maximal vier Wochen haltbar.
Alte, verdorbene Medikamente müssen entsorgt werden, denn sie haben nicht nur ihre Wirksamkeit verloren, sondern können zudem der Gesundheit schaden. Deshalb sollte die Hausapotheke in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.
Auch dem Pflaster, Verbandsmaterial und Wunddesinfektionsmitteln ist kein ewiges Leben beschieden. Deshalb diese Bestände immer bei der Inspektion mit einbeziehen.

So werden Arzneimittel entsorgt

Tatsächlich wird das auf kommunaler Ebene unterschiedlich geregelt, doch vielerorts ist es geboten, sich der alten Medikamente (sie gelten rechtlich als „Siedlungsabfall“) über den Restmüll zu entledigen; Berlin bildet eine der Ausnahmen, hier findet die Entsorgung über die Recyclinghöfe/Schadstoffmobile statt.
Auch wir in der Apotheke sowie Ärzte (etwa bei Krebs-Medikamenten) und Abfallentsorger geben im Zweifel gerne Auskunft darüber, wie mit den abgelaufenen Arzneimitteln verfahren werden soll.
Niemals sollte man sich der Medikamente über die Kanalisation entledigen, selbst das Ausspülen von Arzneimittelbehältern sollte man unterlassen. Kippt man die Substanzen nämlich in die Toilette oder das Waschbecken, landen diese im Wasserkreislauf, da Chemikalien in der Kläranlage nicht komplett abgefangen und abgebaut werden können. Sie würden sonst ins Grundwasser sickern, in Seen und Flüssen landen, Fische, Wasser- und Bodenorganismen schädigen und letztendlich über diese in die Nahrungskette gelangen.
Dass ein Teil der verwendeten Medikamente und somit ihre Wirkstoffe über unsere Exkremente in der Kanalisation landet, lässt sich ohnehin nicht verhindern. Umso wichtiger, dass wir durch die gewissenhafte Entsorgung der Altmedikamente die Umweltbelastung so gering wie möglich halten.

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